22.03.2025

Auf dem Weg meiner Berufung
– 01

Sr. Ursula-Maria Bitterli, Quarten
Schweiz

Im Gespräch mit Schönstätter Marienschwestern in der Schweiz

Nenne Punkte, Ereignisse, Begegnungen, Worte …
die für dich wichtig wurden,
die dir halfen, auf dem Weg der Berufung Antwort zu geben.

Für viele Marienschwestern waren andere Menschen wichtig auf dem Berufungsweg.

 

Weder perfekt noch besonders fromm –

Sr. M. Selina Hardegger 

Ich war schon länger auf der Suche, was mein Weg ist – ob eine Familie oder eine Gemeinschaft, und deshalb versuchte ich, offen zu sein für die Zeichen Gottes.

Der liebe Gott hat mir ein großes Gnadenerlebnis geschenkt: Als ich in einer Kirche vor einem großen Kreuz kniete und Jesus betrachtete, überkam mich die Gewissheit: Jesus hat am Kreuz ALLES für mich gegeben, ich möchte ihm auch alles schenken – mein ganzes Leben. Deshalb wusste ich,

dass ich Schwester werden möchte, aber noch nicht wo.

Mein Weg zu Schönstatt ist ein Abenteuer für sich, aber immer, wenn ich dachte, das ist nichts für mich, kehrte der liebe Gott die Situation um, so dass ich merkte: Hier ist mein Platz. Am meisten beeindruckt hat mich die Pädagogik Schönstatts und der Satz ‚Gott sieht mich, liebt mich und braucht mich‘. Jede kann etwas auf ihre Art beitragen und muss nicht perfekt oder besonders fromm sein. Das frohe, familienhafte Sein der Marienschwestern, die ich bei Begegnungen in Quarten traf, gefielen mir – und vor allem, dass sie so normal waren.

 

Spürbares Heimweh –

Sr. M. Susanna Stutz

 Ich möchte drei Erlebnisse nennen, die mir auf dem Weg der Berufung wichtig wurden:

Nach einer Tagung in Quarten hatte ich ein ganz besonderes Erlebnis. Ich kam abends, erfüllt von schönen und eindrücklichen Erlebnissen, an meinem Wohnort an. Bei der Eingangstüre geschah etwas Seltsames. Ich hörte eine Stimme in mir, die sagte: Daran musst du festhalten! Und dann hatte ich ein spürbares Heimweh.

Ein weiteres wichtiges Erlebnis auf dem Weg der Berufung waren schöne Begegnungen mit lieben Menschen.

Zum endgültigen JA half mir der Ort Quarten
mit dem Schönstatt-Heiligtum.